Die Zahlen beweisen es: Das Tösstal gilt zu Recht als Hochburg der SVP. An den vergangenen Kantonsratswahlen stimmte jeder Fünfte im Kanton Zürich für die Rechtspartei. An den letzten vier Kantonsratswahlen hielt die Schweizerische Volkspartei in den Wahlkreisen des Tösstals wacker ihre Anteile.
In den Gemeinden Fischenthal, Bauma, Wila, Wildberg, Schlatt, Turbenthal und Zell wurden im Wahljahr 2007 gesamthaft 12801 Stimmen für die SVP eingelegt. Vier Jahre danach waren es bereits 15‘838 Stimmen. 2015 zeigte sich die Rechtspartei fast unverändert stark. Und 2019 schliesslich liess sich die SVP mit den Wahlsiegen der Linken, die im Aufwind der Klimawandel-Debatte zulegen konnten, rund 2000 Stimmen abnehmen.
Hartes Pflaster für Grüne
Wie schwankend hingegen die Stimmenzahlen für die Grünen waren, zeigt sich am Beispiel von Turbenthal: 2007 zählten die Grünen noch knapp 1000 Turbenthaler Anhänger, in den folgenden Jahren ging es jedoch nur noch bergab. Schon 2011 fiel man unter die 1000er-Marke und mit der grossen Wahlniederlage von 2015 halbierte sich diese Zahl nochmals. 2019 kletterte die Stimmenzahl wieder auf über 700. Der Grüne Urs Hans, wohnhaft in Turbenthal, war 2015 eines der Opfer des SVP-Wachstums, als er aus dem Kantonsrat abgewählt wurde.
«Aber die Zeit geht nicht spurlos an der SVP vorbei.»
Urs Hans (Grüne), Turbenthaler Kantonsrat

