In der Russiker Schulbehörde stehen Veränderungen an. Karin Frischkopf (FDP) tritt nach acht Jahren zurück. Zwei Kandidatinnen stellten sich daraufhin vergangenen Februar zur Wahl: Marica Cvetic (FDP) und Pascale Bräuer (parteilos). Keine erreichte das absolute Mehr, weshalb es zu einem zweiten Wahlgang kommt. Obwohl dieser zwischenzeitlich wegen dem Coronavirus vom Mai auf den Herbst verschoben wurde, sorgt er für Gesprächsstoff.
«Marica Cvetic am 17. Mai in die Schulbehörde Russikon» steht auf einem Wahlinserat, das vor einigen Wochen in der Russiker Dorfzeitung Äxgüsi erschienen ist. Dazu sind die Namen diverser Gemeinderäte sowie jene aller Schulbehördenmitglieder aufgelistet, darunter auch Schullräsident David Goldschmid (SVP).
Dieses Vorgehen ist für das Politische Gemeindeforum Russikon (PGR) befremdlich, wie es ebenfalls in einem Inserat schreibt. PGR-Präsident Beat Mathys konkretisiert: «Da es sich um eine Ersatzwahl handelt, hätten wir mehr Zurückhaltung der Schulbehörde erwartet.» Dass man eine Meinung habe, sei völlig klar. «Diese jedoch so als gesamte Behörde öffentlich unter einem Inserat kundzutun, zeigt nicht sonderlich viel Fingerspitzengefühl.»
Mathys befürchtet, dass bei einer Wahl der Herausforderin Pascale Bräuer eine unbelastete Zusammenarbeit innerhalb der Schulbehörde erschwert werde. «Es braucht eine funktionierende Schulbehörde, die zusammenarbeiten kann.»

