«Mami, ich han Buuchweh und äs hät än blaue Fläckä.» So begann der Sonntag vor Ostern bei uns. Na ja, dachte ich. Wird schon wieder vergehen. Nach achtzehn Jahren Mami sein, nimmt man solche Aussagen der Tochter schon recht locker.
Als die Bauchschmerzen gegen Mittag dann mehr wurden und ich mir diesen Fleck mal angeschaut habe, war ich dann doch etwas besorgt. Ich rief beim Ärztetelefon an, um mich zu erkundigen. Solche Dinge haben ja die Garantie, an einem freien Tag der Ärzte zu passieren.
Eine Diagnose blieb natürlich aus. Schwierig via Telefon. So landeten wir auf Anraten der Telefonärztin bei schönstem Wetter im Kindernotfall in Winterthur.
Dort wurde Urin genommen und Blutdruck gemessen. Nach einer Stunde Warten kam dann die diensthabende Ärztin. Und damit beginnt mein eigentlicher Standpunkt.
«Was, um himmels Willen, will sie von meiner Tochter?»

