Schon heute sind in den Zügen im Oberland wieder mehr Passagiere unterwegs. Eine weitere Zunahme kann mit dem nächsten Lockerungsschritt im Mai erwartet werden. Schwierig bis unmöglich einzuhalten sind in den Zugswagen die Abstandsregeln von zwei Metern und die maximal empfohlene Aufenthaltszeit von 15 Minuten.
Wie der ZO/AvU berichtete, setzen die Transportunternehmen auf Masken, auch wenn sie vor einer allgemeinen Maskenpflicht zurückschrecken. «Das Schutzkonzept wird deshalb eine Empfehlung zum Tragen von Masken im ÖV enthalten», heisst es in einem internen Sitzungsprotokoll, das die Beratungen der Transportunternehmen wie zum Beispiel der SBB und Postauto zusammenfasst.
Schutzmaske als Empfehlung
Auch der Bund hatte Masken im ÖV empfohlen. Bis gestern sollten die Transportunternehmen in Zusammenarbeit mit dem Uvek ein Schutzkonzept ausarbeiten. Wie dieses im Detail aussieht, dazu wollen die SBB noch keine Stellung nehmen. Man werde dazu rechtzeitig vor dem 11. Mai kommunizieren, heisst es bei den SBB. Konkret sei denn auch noch nichts, sagt ein SBB-Sprecher. Aber: «Die Empfehlung des BAG, im ÖV zu Stosszeiten Masken zu tragen, wird in dieses Konzept integriert und konkretisiert.»
Bezüglich Schutzkonzept werden unter den Transportunternehmen verschiedene Themen diskutiert, schreibt der ZO/AvU weiter. Allen voran das Thema Masken. Von einer Maskenpflichtwollen SBB und andere Transportunternehmen auch deshalb nichts wissen, weil sonst ihr Personal Fahrgäste ohne Masken belangen müsste. So heisst es im internen Protokoll: «Die Beschaffung der Schutzmasken, deren Verteilung an die Kundschaft und die Durchsetzung der Tragepflicht im öffentlichen Verkehr soll nach Haltung der Systemführer nicht Aufgabe der Transportunternehmen sein.»

