Projektfinanzierung vor Ort, Sensibilisierung und politische Arbeit in der Schweiz – das sind die drei Kernaktivitäten des Vereins «Green Boots» mit Sitz in Bisikon. Dahinter steht die 37-jährige Illnau-Effretikerin Simona Kobel. «Ich habe auf einem Naturschutzportal ein Inserat aufgegeben», erzählt sie. Darin habe sie Leute gesucht, die Interesse hatten, einen Verein zum Schutz des Regenwalds zu gründen.
20 Personen meldeten sich. «Davon sind heute rund zehn mit dabei – entweder im Vorstand oder als Freiwillige», sagt Kobel. Sie habe indes bereits professionelle Erfahrung mit Umweltschutz: Kobel arbeitet bei der Naturschutzorganisation Pro Natura und ist dort für die Naturschutz-Politik zuständig.
«Man kann die Leute nicht aussperren, sondern muss sie mit ins Boot holen und sie mitreden und entscheiden lassen.»
Simona Kobel
Mit ihrem Verein «Green Boots», der nun seit rund einem Jahr existiert, will Kobel eine Lücke schliessen. «Es gibt erstaunlich wenige Vereine, die sich für den Schutz des Regenwaldes weltweit einsetzen», erklärt sie. Diejenigen, die es in der Schweiz gebe, setzten meist einen Fokus auf ein geographisches Gebiet, wie etwa Malaysia oder Indonesien. «Green Boots» unterstützt aktuell zwei Projekte in Ecuador und Borneo. «Ein drittes Projekt in Afrika ist im Aufbau», sagt Kobel.
«Ohne Menschen geht es nicht»

