Geht es nach der Zürcher Bildungsdirektion, werden dieses Jahr keine Maturaprüfungen geschrieben. Man will voll und ganz auf die Erfahrungsnoten abstellen. Noch muss der Bundesrat allerdings seinen Segen dazu geben. Laut Niklaus Schatzmann, dem Leiter des Mittelschul- und Berufsbildungsamts, ist der Verzicht auf die Maturaprüfung nicht derart gravierend. Sie diene häufig als Bestätigung gegenüber den Schülern und Eltern.
Meist klar, wers packt
«Die Lehrerinnen und Lehrer können jeweils mit grosser Sicherheit vorhersagen, welche Maturanden die Prüfung bestehen werden und welche nicht», sagt Schatzmann. In Einzelfällen ziehe ein Schüler mit knappen Leistungen an der Prüfung gerade noch seinen Kopf aus der Schlinge. Es könne auch sein – und das sei der tragische Fall – dass eine gute Schülerin an der Maturaprüfung versage.
Auch ohne Prüfung dürfen die diesjährigen Maturandinnen und Maturanden aufgrund der besonderen Situation aber nicht schlechter gestellt sein als ihre Vorgängerinnen und Vorgänger.
Im Klartext bedeutet das: Die Quote derjenigen, welche Ende Schuljahr ein Maturazeugnis in Händen halten, muss dem statistischen Mittel entsprechen; sie darf weder höher noch tiefer liegen. Die Bildungsdirektion hat eine entsprechende Anweisung erteilt.

