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Politik

Ein Koordinator im Corona-Sturm

Fast 40 kommunale Polizeikorps schauen im Kanton Zürich während der Corona-Krise nach dem Rechten. Harald Minich ist darum besorgt, dass sie es möglichst überall gleich tun.

Der Pausenplatz der Schulanlage Wolfgraben ist ein Ort, an dem Harald Minich zurzeit besonders häufig vorbeischaut. Der Chef der Polizei Adliswil-Langnau und sein Team kümmern sich darum, dass hier, wo sich immer wieder Leute treffen, die Abstandsregeln eingehalten werden. Heute ist alles in Ordnung. Sperren wollte die Gemeinde Langnau den Pausenplatz nicht, und Minich findet das gut so. «Die Leute sollen ja irgendwo hingehen können», sagt er.

Erleichtert ist der Polizeichef auch darüber, dass sich die Stadt Adliswil gleich entschieden hat wie die Nachbargemeinde Langnau. Unterschiedliche Regeln innerhalb seines Zuständigkeitsbereichs hätten die Arbeit komplizierter gemacht. Welche Plätze nicht betreten werden dürfen und welche doch – das variiert nämlich von Gemeinde zu Gemeinde. Beispielsweise sind die Pausenplätze in Stäfa, anders als in den beiden Gemeinden im Sihltal, gesperrt.

Gut 300 Polizisten im Einsatz

Es gibt im Kanton also einen gewissen Wildwuchs. Umso wichtiger ist es, dass die Polizisten kantonsweit dasselbe Augenmass anwenden, wenn sich die Einwohner irgendwo nicht an die Regeln halten. Am einen Ort übertrieben hart büssen, am anderen Ort alles durchgehen lassen: Damit würde die Polizei auf wenig Verständnis stossen.

Dass dies nicht geschieht, ist Harald Minichs Job. Er ist nicht nur Polizeichef von Adliswil und Langnau, sondern auch Präsident der kommunalen Polizeikorps des Kantons Zürich. Zur Vereinigung gehören ausser der Kantonspolizei und den Stadtpolizeien Zürich und Winterthur sämtliche 37 Korps mit rund 300 Polizisten und Polizistinnen. Die Korps sind unterschiedlich gross: von zweiköpfigen Gemeindepolizeien, die nur für ein einzelnes Dorf zuständig sind, bis hin zur Stadtpolizei Uster mit gut 20 Polizisten.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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