Ist Ihnen diese paradoxe Situation etwa in der S26 auch schon aufgefallen, wo eine Grabesstille herrscht, obwohl fast alle Passagiere ein Mobiltelefon in Händen halten, aber niemand damit telefoniert?
Gerade von Facebook und Co. geht eine besondere Faszination und Sogwirkung aus, werden die Nutzer doch geködert durch verlockende Kontakte, angebliche « Freundschaften » und – vorgegaukelte oder echte – Aufstiegschancen innerhalb des betreffenden Netzwerks.
Das Vordringen sozialer Netze in immer neue Lebensbereiche, sowohl privat als auch geschäftlich, mag durchaus reizvoll sein, zumal sich solche Verbindungen gerade in Stressphasen als hilfreich erweisen und den Zugriff auf spezifisches Know-how erschliessen. Auch die Karriere wird möglicherweise beflügelt.
« Je mehr Stress, desto intensiver die Facebooknutzung. »
Fehlt es jedoch an Unterstützung offline und existieren die Kontakte lediglich via Bildschirm, besteht die Gefahr, dass gestresste und frustrierte Nutzerinnen und Nutzer eine pathologische Bindung an soziale Netzwerke entwickeln. Dieses Kompensationsverhalten kann in eine eigentliche Facebooksucht münden.

