Sandra Frauenfelder ist seit 2016 für die Standortförderung der Stadt Uster verantwortlich. Sie steht unter anderem in engem Kontakt zum Ustermer Gewerbeverband und dem Wirtschaftsforum. Ihre Aufgaben gliedern sich in drei Kernbereiche: Standortpflege, Standortmarketing und Standortentwicklung. Im Interview spricht sie über die aktuelle Situation und die Sorgen des lokalen Gewerbes. Zur politischen Auseinandersetzungen unter den Parteien und der Kritik am Stadtrat wollte sie keine Stellung nehmen.
Frau Frauenfelder, was hat sich seit der Pandemie an Ihrer Tätigkeit als Standortförderin verändert?
(Sandra Frauenfelder): Seit Beginn der Corona-Krise bin ich vollumfänglich mit der Standortpflege, also der Beratung und Betreuung der Ustermer Unternehmen beschäftigt. Seit dem 16. März 2020 läuft mein Telefon ununterbrochen. Wer hat Anrecht auf welche Hilfspakete? Wohin muss man sich mit seinen Anträgen wenden? Eine Übersicht über alle Unterstützungsangebote ist unter dem Titel «Situation für Unternehmen» auf der Homepage von Uster aufgeschaltet. Z usätzlich versende ich wöchentlich einen Newsletter mit Informationen an das Ustermer Gewerbe .
Welche Anliegen vernehmen Sie von den Gewerbetreibenden?
Bei den Gesprächen mit den Betroffenen wurde die Dringlichkeit deutlich spürbar. Neben der Soforthilfe beschäftigt sie die wirtschaftliche Entwicklung nach der Krise – auch i n einer zweiten Phase soll finanzielle Unterstützung geboten werden, vor allem bei Härtefällen. Zudem wurde angeregt, dass die Stadt allfällige Massnahmen empfiehlt und diese regelmässig veröffentlicht, damit innerhalb Uster einheitliche Regeln gelten.

