Politik

Von Strukturen und verdächtigen Geräuschen

Während der Corona-Pandemie müssen fast alle «Tößthaler»-Redaktoren im Homeoffice arbeiten. Dabei nehmen sie sich gute Tipps zu Herzen und erleben manchmal unliebsame Überraschungen.

Von Strukturen und verdächtigen Geräuschen

Autsch!

Zu Beginn der Corona-Krise konnte man überall Homeoffice-Tipps lesen. Es wurde empfohlen, eine Tagesstruktur einzuhalten, einen ruhigen Arbeitsplatz zu suchen, Pausen zu machen und sich zwischendurch zu bewegen.

Ich gebe zu: Ich habe die meisten dieser Tipps nicht aktiv umzusetzen versucht. Mein Arbeitstag hat sowieso eine Struktur, ich arbeite zu Bürozeiten. Nun halt einfach in meinem ruhigen Zimmer und nicht in der Redaktion. Also alles kein Problem.

Leider nicht ganz. Denn in der letzten Woche merkte ich immer mehr, dass ich zunehmend verspannt bin. Zuerst tat meine Schulter weh, dann mein Nacken. Ich wusste, woran das lag. Ich sitze zu viel und mache zu wenig Bewegungs-Pausen. Die Lösung: Dehnen unter Anleitung zu einem Youtube-Video.

Anstatt einer Tee-Pause gibt es nun Stretching-Pausen. Und nicht nur für die Muskeln sind die eine Wohltat. Auch mein Kopf freut sich darüber. (Bettina Schnider)

Quelle: Youtube/Fitness Blender
 

Ein ungebetener Gast

Auch eine Woche nach Ostern erfreut sich unser Origami-Osterbäumchen noch grosser Beliebtheit.

Dass mit dem Bäumchen aber etwas nicht stimmt, dachten wir uns schon länger. Einige der Haselblätter waren seltsam verformt und neben der Vase häuften sich kleine braun-grüne Kügelchen. Wir konnten uns aber keinen Reim daraus machen.

Kürzlich liess mich jedoch ein «Plopp»-Geräusch von der Arbeit hochschrecken. Eines der Kügelchen war auf einer am Boden stehenden Kartonschachtel gelandet. Als sich das am Abend wiederholte, wurde es uns zu bunt.

Schnell war der Störenfried gefunden: Er entpuppte sich als fette grüne Raupe, die sich genüsslich durch die Blättertriebe frass. Diesen ungebetenen Gast konnten wir natürlich nicht weiter beherbergen. Aber wohin damit? Kurzerhand spedierte ich das Tier nach draussen und liess es in einem Gebüsch frei.

Ein bisschen plagte mich schon das schlechte Gewissen. Immerhin war die Raupe über mehrere Wochen unser Haustier gewesen. Ich taufte sie im Geiste Charlie und hoffe, dass sie sich bald verpuppt und als Falter schlüpfen wird. (Annabarbara Gysel)

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