Spaziergang entlang der Müllberge an der Töss
Am Ostermontag machte ich einen kleinen Ausflug, den ich mit einigen Fotoaufnahmen für unsere Zeitung verband. Ich fuhr mit dem Postauto von Bauma nach Sternenberg und zurück. Später lief ich bei Turbenthal der Töss entlang. Da fiel mir der viele Müll auf, der neben den Eimern am Boden lag. Ich weiss: Journalisten sind ein Graus, wenn sie sich als «Oberlehrer» gebärden – wie es der deutsche Medienwissenschafter Norbert Bolz treffend bezeichnet.
Doch achtlos weggeworfener Abfall – auf Neudeutsch Littering – ärgert mich einfach. Ich habe auch schon viel über dieses Problem diskutiert. «Es liegt eh schon Müll am Boden. Auf meinen kommt es nicht mehr an.» Das ist jeweils einer der Sätze, der mir entgegenschlägt. Oder: «Es hat zu wenig Eimer.» Oder: «Man sollte die Kübel häufiger leeren.»
Also ich mache es so: Ist der Kübel voll, suche ich einen anderen, der leerer ist. Finde ich keinen, nehme ich den Müll wieder nach Hause. Nun, ganz zum «Oberlehrer» tauge ich wohl aber doch nicht. Denn eigentlich hat der Bundesrat empfohlen, auch an Ostern zuhause zu bleiben. (Rolf Hug)
Der Traum vom Zaubern

