Abo

Politik

Wenn man zaubern könnte, wäre das mit dem Müll kein Problem

Während der Corona-Pandemie müssen fast alle «Tößthaler»-Redaktoren im Homeoffice arbeiten. Bei den selten gewordenen Ausseneinsätzen ärgern sie sich über Littering oder träumen von magischen Kräften.

Spaziergang entlang der Müllberge an der Töss

Am Ostermontag machte ich einen kleinen Ausflug, den ich mit einigen Fotoaufnahmen für unsere Zeitung verband. Ich fuhr mit dem Postauto von Bauma nach Sternenberg und zurück. Später lief ich bei Turbenthal der Töss entlang. Da fiel mir der viele Müll auf, der neben den Eimern am Boden lag. Ich weiss: Journalisten sind ein Graus, wenn sie sich als «Oberlehrer» gebärden – wie es der deutsche Medienwissenschafter Norbert Bolz treffend bezeichnet.

Doch achtlos weggeworfener Abfall – auf Neudeutsch Littering – ärgert mich einfach. Ich habe auch schon viel über dieses Problem diskutiert. «Es liegt eh schon Müll am Boden. Auf meinen kommt es nicht mehr an.» Das ist jeweils einer der Sätze, der mir entgegenschlägt. Oder: «Es hat zu wenig Eimer.» Oder: «Man sollte die Kübel häufiger leeren.»

Also ich mache es so: Ist der Kübel voll, suche ich einen anderen, der leerer ist. Finde ich keinen, nehme ich den Müll wieder nach Hause. Nun, ganz zum «Oberlehrer» tauge ich wohl aber doch nicht. Denn eigentlich hat der Bundesrat empfohlen, auch an Ostern zuhause zu bleiben. (Rolf Hug)

Der Traum vom Zaubern

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?