Ganz im Geheimen führt der Bund eine grosse Einkaufsaktion durch: Mehrere Hundert Millionen Masken und anderes Schutzmaterial sollen auf dem Weltmarkt beschafft werden, denn die Vorräte und die inländische Maskenproduktion können die Nachfrage bei weitem nicht decken. Mitte März wurde entschieden, dass die Armeeapotheke Masken und Schutzanzüge, -brillen sowie -handschuhe auf dem Markt beschaffen solle.
Die rechtliche Grundlage dafür schuf der Bundesrat erst mit der Covid-19-Verordnung vom 3.April. Damals habe die Armeeapotheke das entsprechende Budget erhalten und auch die Beschaffungsvorgaben durch das Bundesamt für Gesundheit(BAG), schreibt das Verteidigungsdepartement (VBS) auf Anfrage.
«Sollten Masken an alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz verteilt werden, so wären mehrere Hundert Millionen Masken nötig.»
Mitarbeiter des Bundesamts für Gesundheit
Um wie viele Masken es genau gehen soll, wollte das VBS nicht sagen. Es sei am BAG, über die Maskenstrategie zu entscheiden. Auf Anfrage spielt das BAG den Ball aber weiter an den Bundesrat, der voraussichtlich am Donnerstag darüber diskutieren werde. «Die Anzahl und Art der benötigten Masken ist abhängig vom Fortgang der Epidemie und der Eindämmungsstrategie», so das BAG. «Sollten Masken an alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz verteilt werden, so wären mehrere Hundert Millionen Masken nötig.» Zu Details der Beschaffung gebe man keine Auskunft, um den Markt nicht zu beeinflussen. Auch über die Kosten wollen die Behörden keine Angaben machen.
Hohe Kosten

