Mittlerweile sollte die erste grosse Welle von Corona-Erkrankungen den Kanton Zürich erfasst haben. Die Gesundheitsdirektion hatte gestützt auf die Prognosen des Bundesamts für Gesundheit damit gerechnet, dass es in diesen Tagen so weit ist.
Im Universitätsspital Zürich sind derzeit jedoch lediglich 32 Patientenwegen Covid-19 hospitalisiert, wie Direktor Gregor Zünd am Dienstag vor den Medien sagte. Vor einer Woche waren es 35 – die Zahl ist also stabil.
Das gilt auch für die Zahl jener Patienten, die auf der Intensivstation liegen. 18 sind es derzeit, vergangene Woche waren es 15. Die Intensivstation verfügt über 28 Plätze. Sie hat also noch Kapazität, wie Peter Steiger vom Institut für Intensivmedizin ausführte. An den Folgen des Virus verstorben sind im Unispital bis zum Dienstag drei Menschen.
Höhepunkt wohl erst im Mai
Unklar ist, weshalb die Zahl der Patienten in den vergangenen Tagen nicht dramatisch gestiegen ist. Ob die in den letzten Wochen vom Bundesrat verordneten Massnahmen Wirkung gezeigt haben oder aber das Ausmass der Virusverbreitung doch nicht so schlimm ist wie befürchtet – dazu konnten die Verantwortlichen des Spitals nichts sagen. «Wir wissen nicht, ob die grosse Welle noch kommt», sagte Spitaldirektor Zünd stattdessen, «aber wir sollten auf alle Fälle damit rechnen. Wir haben Respekt davor.»

