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Politik

Zürcher ÖV-Unternehmen benötigen finanzielle Unterstützung

Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit deutlich weniger Menschen mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs. Das sorgt im öffentlichen Verkehr für finanzielle Probleme.

Die Passagierzahlen im öffentlichen Verkehr sind regelrecht eingebrochen. 80 bis 90 Prozent weniger Fahrgäste zählen die ÖV-Unternehmen wegen der Corona-Krise. Dazu kommt: Es gilt bis mindestens 26. April im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) ein reduzierter Fahrplan: weniger S-Bahnen und Busse für Pendler, keine Ausflugszüge auf den Uetliberg oder nur noch eine einzige Schiffsverbindung auf dem Zürichsee.

Der Zürcher Verkehrsverbund hat deshalb sämtlichen knapp 40 Transportunternehmen empfohlen, Kurzarbeit anzumelden und gleichzeitig dem Personal weiter 100 Prozent des Lohns auszuzahlen. ZVV-Sprecher Thomas Kellenberger bestätigt entsprechende Informationen dieser Zeitung und sagt: «Ziel war eine faire Lösung, bei der die ÖV-Mitarbeitenden im Verbund gleichbehandelt werden.» Dies trage auch dem Umstand Rechnung, «dass die Mitarbeiter in dieser ausserordentlichen Lage mit der Bereitstellung von Mobilitätsmöglichkeiten einen sehr wichtigen Beitrag zum Funktionieren der Gesellschaft leisten.»

Hunderte Mitarbeiter betroffen

Eine Übersicht, wie viele Unternehmen Kurzarbeit angemeldet haben, hat der ZVV nicht. Eine Umfrage zeigt aber: Es sind sehr viele. Unisono melden die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ), Stadtbus Winterthur, die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO), die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) oder die Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU) zurück: Ja, man habe Kurzarbeit beantragt und teilweise schon bewilligt erhalten. Auch die Verkehrsbetriebe Glatttal (VBG), die mit lokalen Transportunternehmen zusammenarbeiten, teilen mit, es sei Personal von Kurzarbeit betroffen.

Je nach Unternehmen sind es mehr oder weniger: Im Glattal sind allein über 300 Mitarbeiter der Busbetriebe betroffen, bei Stadtbus Winterthur sind es 250, bei Postauto im ZVV 150.

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