Durch die Online-Messe schlendern oder spannende Dokus schauen
Film-Tipp: «Stay at Home-Cinema» für die Familie
Die Mediathek des Vereins Filme für die Erde Schweiz umfasst über 200 Filme zu Themen wie Umwelt, Tierwelt und Nachhaltigkeit. Viele davon können auch gratis angeschaut werden. So zum Beispiel noch bis und mit heute Samstag, 11. April, die Doku «The biggest little farm». Ein junges Paar verlässt seine urbane Komfortzone und baut sich eine neue Existenz auf einem eigenen Bio-Hof auf. Doch von Landwirtschaft haben die beiden nur wenig Ahnung. Während acht Jahren dokumentiert der preisgekrönte Naturfilmer John Chester, wie der heruntergewirtschaftete Hof langsam zu neuem Leben erwacht.
In der Online-Mediathek sind auch Schweizer Kinofilme wie «Bruno Manser» oder «Die Rückkehr der Wölfe» zu sehen.
Online-Tipp: Messen virtuell besuchen
Wegen des bundesrätlichen Verbotes von Grossveranstaltungen mussten zahlreiche Messen abgesagt werden. So unter anderem auch die BEA. Deshalb reagieren die Veranstalter nun mit einer virtuellen Alternative: Besucher können die Messe bequem von zuhause aus online entdecken und erhalten dank ausgeklügelter Programmier-Technik individuell zusammengestellte Angebote der Aussteller. Zu sehen gibt es das Ganze per sofort hier.
Für Pferdefreunde findet aktuell über Ostern eine Online-Messe statt, die bereits physisch in Deutschland geplant war und nun kurzerhand ins Netz verlegt wurde.
Auch der Genfer Automobilsalon fiel wegen des Coronavirus ins Wasser. Aber auch hier haben sich einige Autohersteller etwas einfallen lassen. So bietet zum Beispiel Volkswagen eine eigene «Virtuelle Motorshow». Die Marke Hyundai bietet ihrerseits einen speziellen Online-Showroom mit Automodellen und Beratern vor Ort an, die Interessenten per Video-Chat rund ums Auto führen. Es lohnt sich also unter Umständen, selber nach Online-Messen für eigene Interessen zu stöbern.
Lese-Tipp: Dem Leben und Sterben die Schwere nehmen
Zwei Bier, und dann noch zwei – mehr braucht es nicht für etwas Nähe. Doch dass die Wärme des Alkohols nicht wirklich gegen die Kälte hilft, die draussen herrscht, wissen auch die beiden Brüder, die von Kneipe zu Kneipe ziehen. Der ältere trinkt längst ohne jeden Anlass, aus Trauer oder Wut angesichts einer Welt, die von Schmerzen und Leid, von Kriegen und Gewalt bestimmt ist. Und doch erzählt er dem jüngeren an diesem Abend nicht nur von Stalingrad und Marc Dutroux, sondern auch von seinem baldigen Vaterglück. Was beide nicht wissen: Es wird danach kein Wiedersehen geben.
Nur einmal telefonieren sie noch miteinander. Der nächste Anruf, neun Monate später, ist die Nachricht vom Tod des älteren Bruders. Was bleibt, sind die Erinnerungen an ihn und Fragen wie: Warum das Ganze? Was wollen wir auf der Welt? Und was genau soll das überhaupt sein, leben und sterben?
Heinz Helle verknüpft in seinem Roman die Suche nach den Spuren des verstorbenen Bruders mit der Suche nach den Antworten auf die grossen Fragen des Lebens, mit Trost und Hoffnung. Der in Zürich wohnhafte deutsche Schriftsteller erhielt für das Buch die Anerkennungsgabe der Stadt Zürich 2018 und war im selben Jahr für den Schweizer Buchpreis nominiert.
- «Die Überwindung der Schwerkraft», Heinz Helle, 2018, 200 Seiten, gebundene Ausgabe oder E-Book zum Beispiel erhältlich bei orellfuessli.ch.

