A uf diesem Wege wünsche ich Ihnen heute eine frohe und gesegnete Osterzeit. Fröhlich zu sein, ist sicherlich für uns dieses Jahr 2020 in Anbetracht der weltweiten Viruspandemie des Covid-19 ein schwieriges Unterfangen. In dieser unsicheren Zeit, wo alles ins Wanken gerät, kann uns die Osterbotschaft Grund zur Freude und Zuversicht geben.
Ich lade uns daher ein, dass wir uns die Ostergeschichte mit ihrer Bedeutung einmal näher anschauen. Lassen wir uns auf diese spannende Geschichte aus der Bibel ein und erleben so, wie einzigartig unser Schöpfer handeln kann: Es ist noch sehr früh am Morgen, als Frauen aus dem Freundeskreis von Jesus zu seiner Grabstätte gehen, um seinen Leichnam zu salben. Dort angekommen packt sie das blanke Entsetzen: Das Höhlengrab steht offen. Statt des Leichnams finden die Frauen einen weiss gekleideten Mann vor. Er sagt, dass Jesus auferstanden ist und sie ihn bald persönlich sehen werden.
Die Frauen reagieren mit Panik, so berichtet es der Evangelist Markus in dem ältesten Osterbericht: «Da flohen die Frauen aus dem Grab und liefen davon. Angst und Entsetzen hatte sie erfasst. Sie redeten mit niemandem darüber, so erschrocken waren sie.» Doch dann begegnet der auferstandene Jesus ganz leibhaftig zuerst Maria aus Magdala und dann mehr als 500 anderen Menschen. Er isst sogar mit ihnen. Aus dem völligen Unglauben wird die Gewissheit: Jemand, der tot war, ist lebendig. Entgegen aller Erfahrung hat der Tod nicht das letzte Wort, sondern das Leben gewinnt. Gott ist stärker.
Liebe Leser und Leserinnen, was ist an Ostern geschehen? Es entzieht sich wissenschaftlichen Erklärungen, dass Jesus von den Toten auferweckt worden ist. Messbar ist jedoch die stetige Verbreitung, welche der christliche Glaube seit Jesu Tod im Jahr 33 genommen hat. Aus einer Handvoll Jüngern und Jüngerinnen wurde die grösste Weltreligion mit über zwei Milliarden Anhängerinnen und Anhängern.
Es gibt den allmächtigen Gott und darum ist er auch in der Lage, den Tod zu besiegen. Jesus ist wirklich auferstanden. Diese Tatsache ist nicht allein Jesus vorbehalten, sondern sie kann auch Gültigkeit in unserem Leben bekommen. Das bedeutet, dass der Tod auch für uns nicht mehr das Ende ist. Der Apostel Paulus formuliert es so im 1. Korintherbrief:«Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!»

