Eigentlich hätte der Fehraltorfer Fiskus für das Jahr 2019 mit einem Verlust von knapp 1,8 Millionen gerechnet. Nun stehen die Vorzeichen genau anders herum: Die Gemeinde kann ein Plus von 1,76 Millionen Franken ausweisen. Dies bei einem Gesamtaufwand von 45,5 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 47,3 Millionen Franken. Der Steuerfuss liegt in Fehraltorf bei 107 Prozent.
Der Ertragsüberschuss resultiere im Wesentlichen aus der Differenz des Ressourcenzuschusses von 3,6 Millionen Franken, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Dagegen seien die Grundstückgewinnsteuern wie erwartet nicht in der Höhe von 2,7 Millionen Franken erreicht worden. «Fehraltorf verfügt mit einem Anteil der Steuereinnahmen bei den juristischen Personen von über 30 Prozent über einen hohen Risikoanteil in diesem Bereich», lässt der Gemeinderat in einer Mitteilung verlauten. Dies habe sich im Jahr 2019 darin deutlich gezeigt, dass bei den Steuern der Vorjahre eine Firma massiv weniger zum Steuerertrag beigetragen hat.
Verzicht auf Abgrenzung
Auf der Ausgabenseite lag die Gemeinde auf Budgetkurs, wie sie schreibt. Der Gemeinderat hält jedoch fest, dass bei der Erstellung des Budgets 2019 die Gesetzesgrundlage bestanden habe, dass der Ressourcenzuschuss abgegrenzt werden müsse. Damit die Bestimmung des maximal zulässigen Defizits für das Budget 2019 eingehalten werden konnte, erhöhte die Gemeindeversammlung die Budgetposition der Grundstückgewinnsteuern von 1,5 Millionen auf 2,7 Millionen Franken. In der Zwischenzeit hat der Kantonsrat diese Gesetzesgrundlage angepasst, und die Gemeinde Fehraltorf verzichtet wie bis anhin auf die Abgrenzung.
«Die Finanzkennzahlen zeigen, dass sich der Finanzhaushalt nach wie vor in einer robusten Lage befindet», schreibt der Gemeinderat. Er verweist jedoch darauf, dass die kommenden Generationenprojekte – darunter vor allem die geplante Mehrzweck-Doppelturnhalle mit Lehrschwimmbecken – nur mit zusätzlichen Einnahmen oder reduzierten Ausgaben bewältigt werden könne.

