Die Arbeiten für das Neubauprojekt Zentrum Wila schreiten weiter voran. Eines der vier geplanten Gebäude soll da zu stehen kommen, wo bis heute die alte Käserei ihren Platz hatte. Schon länger ist bekannt, dass das Haus zu gegebener Zeit abgerissen wird.
Am Montagmorgen war es schliesslich soweit und der Bagger biss das erste Mal zu. Die Ziegel waren bereits Ende letzter Woche entfernt worden. So konnte sich der mächtige Greifer leicht ins Holzskelett des Dachs graben und Balken für Balken aus der Konstruktion reissen.
In diesem Moment schaute eine Anwohnerin vom Balkon des benachbarten Hauses und rief: «Ade, Chäsi!» Gebannt verfolgte sie, wie sich der Bagger nun am Gemäuer des hinteren Gebäudeanbaus zu schaffen machte. Der Verputz bröckelte und die zerberstenden Backsteine verursachten kleine Staubwolken.
Wie bei einem Sortierspiel
Der stückweise Abriss sei heutzutage Vorschrift, erklärte Baggerführer Jakob Kündig jun., so werde eine saubere Abfalltrennung sichergestellt. Dafür müsse er brennbare Materialien und Bauschutt klar voneinander trennen. Wie bei einem Sortierspiel drehte sich der Bagger einmal nach rechts, um Backsteine und Verschalung in die eine Mulde zu werfen. Und dann wieder nach links, um Holz in die andere Mulde zu legen.

