Sie ist pragmatisch, einfach durchführbar und hat Aussicht auf Erfolg: die experimentelle Covid-19-Therapie, bei der ehemalige Covid-19-Erkrankte mit einer Blutplasmaspende aktuellen Patienten helfen können. Zurzeit sind weltweit Kliniken daran, die Methode auszuprobieren.
China hat bereits Erfahrung, in den USA empfiehlt seit kurzem die Fachgesellschaft für Hämatologie das Verfahren, Italien wird demnächst mit einem einheitlichen Protokoll starten.
In der Schweiz gab das Universitätsspital Basel am Dienstag bekannt, dass die ersten zwei Patienten mit dem Verfahren behandelt wurden. Das Universitätsspital Zürich steckt in den Startlöchern, benötigt aber noch die Bewilligung von der kantonalen Ethikkommission.
«Wir hoffen, dass wir in den nächsten Tagen loslegen können», sagt Markus Manz, Direktor der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie am Universitätsspital Zürich. Das Verfahren nennt sich «Convalescent Plasma Therapy» oder Serotherapie und ist eine sogenannte passive Immunisierung.
Dabei bringen nicht selbst gebildete Antikörper einen Schutz vor einer Erkrankung. Dies im Gegensatz zur aktiven Immunisierung oder Impfung, bei welcher der Körper selbst eigene schützende Antikörper bildet.

