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Politik

«Der Wert eines Lebens ist endlich»

So muss es jetzt im Kampf gegen das Virus weitergehen: Der renommierte Ökonom Ernst Fehr über die Forderung der SVP nach einer Lockerung der Corona-Massnahmen, die korrekte Berechnung sozialen Leids und den helvetischen Sonderkrisenfall.

Nicht nur Viren töten, auch Wirtschaftskrisen. Sie verursachen Depressionen, Suizid, Gewalt – immenses Leid. Geht das im Kampf gegen Corona vergessen, Herr Fehr?

Derzeit stehen natürlich das Leiden der Kranken und die Verhinderung weiterer Infektionen im Vordergrund. Deshalb scheint es so, dass die wirtschaftlichen Schäden und deren Folgen für die Menschen ein geringeres Gewicht haben.

Aber müssten wir nicht weiterdenken und die Wirtschaft und die Gesunden weniger stark zurückbinden?

Die Wirtschaft und einzelne Politiker fordern dies nun ja. Und es trifft zu: Wirtschaftskrisen wie die Grosse Depression in den 1930er-Jahren brachten enormes Leid über die Menschen: Armut, Hunger, Verzweiflung, zerstörte Familien, Suizid.

Kommt eine Volkswirtschaft wegen der Pandemie für viele Monate zum Stillstand, dann drohen grosse wirtschaftliche und soziale Schäden, welche auch mit erheblichem Leid verbunden sind.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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