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Politik

Streit um Schutzmasken

Die Schweiz zögert mit der Einführung einer flächendeckenden Maskenpflicht, weil deren Nutzen umstritten ist. Epidemiologe Marcel Salathé findet das keine gute Strategie.

In Österreich müssen die Menschen beim Einkaufen Schutzmasken tragen. Auch Tschechien hat eine Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit eingeführt. Und asiatische Länder setzten beim Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Anfang an auf diese Massnahme. Doch in der Schweiz will man davon vorerst nichts wissen. Warum?

Masken böten «keinen wirklichen Schutz vor Viren», sagt Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), dem in der aktuellen Situation das ganze Land an den Lippen hängt. Auf der BAG-Website heisst es sogar explizit: «Gesunde Personen sollen in der Öffentlichkeit keine Hygienemasken tragen.» Sie würden nicht effektiv vor einer Ansteckung schützen.

14 Studien

Eine am Montag veröffentlichte Auswertung von Forschern um Tom Jefferson von der Universität Oxford scheint das zu bestätigen: In 14 Studien wurde der Einsatz von Atemschutzmasken bei der Ausbreitung viraler Infektionen untersucht und keine Evidenz für deren Wirksamkeit gefunden.

Peter Jüni, ein Schweizer Epidemiologe an der Universität Toronto, bezeichnet Masken in der Allgemeinbevölkerung sogar als Witz.

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