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Politik

Von Tabula rasa und Witzen im Supermarkt

Wegen der Corona-Pandemie müssen fast alle «Tößthaler»-Redaktoren im Homeoffice arbeiten. Voneinander isoliert machen sie sich Gedanken über Witze und arbeiten an ihrer Work-Life-Balance.

Die tägliche Züglete

Im Homeoffice soll man ja die sogenannte Work-Life-Balance bewahren. Gemäss Duden heisst das, dass man ein «ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Bedürfnissen» einhält. Für mich bedeutet das eine tägliche Züglete. Denn das Pult in meinem Zimmer ist relativ klein und während meines Arbeitstags im Homeoffice ist es vollgestellt mit meinem Bildschirm und dem angehängten Laptop.

Am Abend gibt es dann aber Tabula rasa, der Tisch wird wieder frei. Der Laptop, die Tastatur und Maus verschwinden im Kleiderschrank. Der Bildschirm wird in die Stube getragen und übernachtet auf der Kommode. Am Morgen schleppe ich ihn wieder in mein Zimmer und richte mich erneut ein. Das ist zwar etwas mühsam, aber die Work-Life-Balance ist es mir wert. (Bettina Schnider)

Ein Witz, der mich verfolgt

In den vergangenen Tagen stimmte mich ein Witz nachdenklich. Im Homeoffice habe ich schliesslich nach wie vor jede Menge Zeit, über alles Mögliche nachzudenken. Vor einigen Tagen ging ich im Coop einkaufen. Bevor ich den Laden betrat, gab mir eine Mitarbeiterin einen Nummernzettel. Als ich fertig war mit meiner Einkaufstour und in Richtung Ausgang hinauslaufen wollte, fiel mir ein, dass ich meinen Zettel noch immer in meiner Hosentasche hatte. Ich drehte mich um, machte ein paar Schritte zurück und übergab ihn der Verkäuferin. Diese entgegnete: «Passen Sie auf, sonst werden Sie noch verhaftet.» Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen und schmunzelte. 

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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