Etwas überdimensioniert wirkt er, der riesige Pneukran, der am Montagmorgen neben der Sennhüttenstrasse auf dem Kiesplatz steht. Sein Teleskop-Arm ist gut 50 Meter ausgefahren und überragt die Bäume am Tössufer um einige Meter.
Der Kran müsse diese Grösse haben, erklärt Josef Waser von der Fanger Kran AG, der das Gefährt gehört. «Wir brauchen die entsprechende Reichweite.» Er weist auf den langen Schwertransporter, der weiter hinten auf der Strasse bereit steht.
Auf diesem soll die Hundschilen-Brücke innerhalb der nächsten halben Stunde zu liegen kommen – und zwar in einem Stück. Dafür muss der Kran das 17 Tonnen schwere Stahlkonstrukt aus seiner Verankerung heben, hochziehen, übers Bachbett bis zum Tieflader schwenken und langsam auf dem Transportgestell platzieren. Die letzten Vorbereitungsarbeiten sind noch im Gange.
«Die Brücke hat einen grossen historischen Wert.»
Franz Looser, stellvertretender Geschäftsführer Schneider Stahlbau AG
Das scheint viel Aufwand für eine zu sanierende Brücke zu sein. Doch gemäss Franz Looser, stellvertretender Geschäftsführer der Schneider Stahlbau AG, die einfachste Lösung. «Die Brücke hat einen grossen historischen Wert», erklärt er. «Es ist eine genietete Konstruktion, die Schaden nehmen würde, wenn man sie zerteilt.»

