Steigen die Temperaturen, erwachen in der Natur Frühlingsgefühle. Besonders auffällig ist das in manchen Weihern und Tümpeln der Umgebung, in denen Kröten und Frösche nach ihrer zuweilen lebensgefährlichen Rückkehr in ihre eigenen Geburts- und Laichgewässer nun lautstark mit ihrer Paarung beginnen.
Die «Ük-ük-ük»-Laute, die man dabei hört, sind nicht nur Lockrufe einsamer Krötenmännchen, sondern auch Abwehr- oder Befreiungsschreie von Männchen, die von Geschlechtsgenossen umklammert werden. Die Männchen sind in den meisten Weihern nämlich in solcher Überzahl, dass sie sich gegenseitig besteigen. Die wenigen Laich tragenden Weibchen werden zuweilen von so vielen Männchen gleichzeitig bedrängt und unter Wasser gedrückt, dass einzelne Weibchen sogar ertrinken.
Kröten auf Fröschen, Frösche auf Kröten
Und damit nicht genug: Zu den hunderten braungrünen Erdkröten gesellen sich fast ebenso viele schlankere, glattere und dunklere Grasfrösche, die sich scheinbar mit ähnlichen Paarungsabsichten an die Krötengruppen heranmachen.
Dass die Paarungen dieses Jahr so früh und in solcher Zahl stattfinden, hänge möglicherweise mit dem ungewöhnlich warmen Februar zusammen, vermutet This Menzi. Menzi ist Landwirt auf dem nahen Hof Neue Forch in der Guldenen und arbeitet eng mit dem Naturnetz Pfannenstil zusammen, einem Projekt der regionalen Planungsgruppe.

