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Politik

Vom Wilemer Bahnhofsschnurrli und Herkules' Muskeln

Wegen der Corona-Pandemie müssen fast alle «Tößthaler»-Redaktoren im Homeoffice arbeiten. Voneinander isoliert entdecken sie auf einmal ihre Zuneigung zu Katzen oder überwinden ihren inneren Schweinehund.

Keine Konkurrenz für Herkules

Seit ich im Homeoffice arbeite, hat mein Zimmer drei Funktionen. In der Nacht ist es mein Schlafzimmer, tagsüber mein Büro und am Abend ist es mein Fitnesszentrum. Denn schliesslich will auch ich während dieser Homeoffice-Zeit fit bleiben.

Am Montagabend vor dem Lockdown besorgte ich mir noch kleine Hanteln und eine spezielle Bodenschutzmatte. Fertig eingerichtet war mein Fitnessstudio. Dann kaufte ich mir ein Online-Fitnessprogramm. Jeden Tag schlägt es mir Übungen vor, die ich mit Instruktionen in einem Youtube-Video machen kann.

Und nun kommt das Unglaubliche: Bisher ziehe ich dieses Programm durch. Nach jedem Arbeitstag hole ich meine Matte hervor und es wird geschwitzt. Das Beste daran: Spass macht es auch noch.

Aber wenn ich ehrlich bin, werde ich am Ende dieser Quarantäne Herkules trotzdem keine Konkurrenz machen. Denn der Kühlschrank und die Chipstüten sind im Homeoffice nie weit vom Arbeitsplatz entfernt. (Bettina Schnider)

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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