Das Oberland klatscht mit
Ganz nach dem Vorbild von Italien und Spanien, wo die Bevölkerung von ihren Balkonen allen Menschen, die sich während der Corona-Krise für die Allgemeinheit einsetzen, zugeklatscht haben, hat es in der Schweiz mittlerweile ebenfalls diverse Applausaktionen gegeben.
Die grösste bisher dürfte die Aktion vom Freitagmittag gewesen sein, die sich nicht auf einzelne Städte oder Regionen beschränkte, sondern landesweit durchgeführt wurde. In einer gemeinsamen Aktion riefen die Medienhäuser Ringier, CH Media, NZZ-Mediengruppe, TX Group und die SRG die Bevölkerung dazu auf, den medizinischen Fachkräften am Freitag um 12.30 Uhr für eine Minute lautstark zu applaudieren.
Beifall vom Dach des Stadthauses
Auch aus der Region erreichten die Redaktion zahlreiche Videos, wo von Fenstern und Balkonen aus den Personen, die derzeit im Gesundheitssektor, in Verkaufsstellen, Supermärkten und vielen weiteren Orten arbeiten, zugeklatscht wurde. Sogar vom Dach des Ustermer Stadthauses aus wurde applaudiert, und zwar von der Stadtpolizei persönlich. «Danke, liebe KollegInnen in Weiss!», schreibt die Stadtpolizei auf Twitter.
In den Sozialen Medien verbreitet sich der Hashtag #dieSchweizsagtDANKE schon seit einiger Zeit. Am meisten wird er benutzt, um Dankbarkeit auszudrücken: «Ihr seid Helden und habt meinen allerhöchsten Respekt!» Auch die Spassvögel sind dankbar: «Die einen horten Klopapier. Die anderen helfen. Denen gilt das: #dieSchweizsagtDANKE.»
Versehen mit diesem Hashtag wird parallel zur herzerwärmenden Aktion aber auch Kritik laut. «Nach der Aktion sollten sich die Arbeitgebenden überlegen, ob man diesem systemrelevanten Pflegepersonal nicht auch entsprechende Löhne zahlen sollte. Da bringt ihnen Klatschen allein wenig», ist einer der Beiträge, der auf die Bezahlung der «Corona-Helden» abzielt. Ein weiteres Beispiel: «Und nach dem Applaus heute Mittag dann bitte auch dafür einsetzen, dass die Menschen im Gesundheitsbereich, Pöstler, Putzfrauen (Aufzählung nicht abschliessend) auch entsprechend entlöhnt werden.»
