Es wird still in der Region, und das nicht bloss in den nächsten Wochen. Gestern haben die Veranstalter des «Blues’n’jazz» in Rapperswil das Musikfestival abgesagt, das seit 20 Jahren im Sommer bis zu 35'000 Menschen in die Rapperswiler Altstadt lockt.
«Die Besucher vertrauen uns.»
Reto Caviezel, CEO
Im Juni sollte das Fest stattfinden. Zwei Tage lang. 30 Freiluftkonzerte auf drei Bühnen waren geplant. 25 Künstler und Bands waren angesagt. Doch die Lage um das Coronavirus spitzt sich weiter zu. Gestern Abend hat der Bund den Notstand für die ganze Schweiz erklärt. Er trat um Mitternacht in Kraft. Und gilt bis mindestens 19. April.
Auch wenn noch nicht feststeht, ob der Bundesrat das Verbot verlängert, wollen die «Blues’n’Jazz»-Veranstalter nicht länger abwarten. CEO Reto Caviezel erklärt: «Die Besucher vertrauen uns, dass wir eine hochwertige Veranstaltung auf die Beine stellen und jederzeit für ihre Sicherheit besorgt sind. Beide Punkte hätten wir in der aktuellen Situation nicht garantieren können.» Deswegen sei es «richtig und ehrlich», das Festival abzusagen. Die Tickets können am Ort, an dem sie gekauft wurden, zurückgegeben werden.
Frühe Absage erntet Lob

