Die Schulen bleiben zu, Veranstaltungen mit über hundert Teilnehmern sind untersagt: Es sind weitreichende Massnahmen, die der Bundesrat am Freitag gegen die Ausbreitung des Coronavirus präsentiert hat. Nicht ohne Folgen: Verunsicherte Bürger räumten in manchen Supermarkt-Filialen die Regale fast vollständig leer.
Offensichtlich deckten sich viele Privatpersonen vorsorglich mit Lebensmitteln ein für den Fall, dass sie in Quarantäne müssen. Ob das sinnvoll ist und ob angesichts der Ausbreitung des Coronavirus Engpässe drohen – die sechs wichtigsten Fragen und Antworten zur wirtschaftlichen Landesversorgung:
Brauche ich einen Notvorrat?
Ja. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) rät – unabhängig vom Ausbruch des Coronavirus – zu Notvorräten. Das BWL betont jedoch, die Notvorräte seien vor allem dafür gedacht, dass die Bevölkerung «einer schwierigen Situation gelassener begegnen» kann und nicht in Panik gerät. Die Versorgung der Schweiz mit Nahrungsmitteln sei sichergestellt. Durch Hamsterkäufe leergeräumte Regale treten nur vereinzelt auf, wenn die örtliche Nachfrage den vorhandenen Filialbestand übersteigt. Für den Fall von schweren Mängeln unterhält der Bund Pflichtlager an Lebensmitteln.
Es gibt gemäss dem Bund keinen Grund zur Annahme, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser gefährdet ist. Denn die Übertragung der Coronaviren erfolgt nicht über Wasser.

