Politik

Ausnahmezustand in Wetziker Migros

Ausnahmezustand in Wetziker Migros

Die Neuigkeiten, die der Bundesrat am Freitag verkündet hat, löst eine erneute Welle der Hamsterkäufe aus. In der Migros-Filiale in Wetzikon herrschte am Freitagabend gähnende Leere.

Sie kauften oft am Freitagabend ein, sagen die beiden. Jetzt füllten sie aber etwas mehr in den Einkaufswagen als sonst. «Wir sind erstaunt, dass Leute Hamsterkäufe tätigen.»

Diese Wetziker Familie kauft immer am Freitag ein. Sie seien gegen Hamsterkäufe, weil eh alles in drei Wochen wieder ablaufe. Sie hätten keine Panik, achteten aber darauf, dass der Sohn, der ab Montag nicht mehr zur Schule darf, keinen Kontakt zu den Grosseltern habe.

Die Käufer dieser Lebensmittel haben ein bisschen mehr gekauft als gewöhnlich: Milch, trockene Sachen wie Teigwaren und Reis. Sie haben keine Angst um sich, sondern mehr um ihre Eltern.

Eine Besucherin der Filiale sagt, sie habe einen Migrosangestellten überhört. Er habe einem Kunden erzählt, es sei wie im Krieg. Seit der Bundesrat seine Info herausgegeben habe, sei die Hölle los. Er verstehe nicht, wie der Bundesrat so etwas an einem Freitagabend kommunizieren könne.

Diese zwei Wetzikerinnen finden das alles absolut künstliche Panikmacherei. Jetzt verbreite sich das Virus noch mehr, weil die Kinder nicht mehr zur Schule könnten und mit ihren Grosseltern in Kontakt kämen. Sie haben keine Hamsterkäufe getätigt, sondern einfach für fünf Leute eingekauft.

Ein anderer Mann, der gerade einkauft, sagt, dass die Hamsterkäufe früher am Abend stattgefunden hätten. Jetzt seien die üblichen Freitagabend-Kunden da.

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