«Bereits als Kind habe ich überall Käfer gesammelt»
Der neue Präsident des Natur- und Vogelschutzvereines Pfäffikon (NVV) ist wohl um einige dutzend Jahre jünger als der Altersdurchschnitt der rund 400 Mitglieder: Manuel Walder ist 26 Jahre alt. Bereits mit 22 Jahren trat er in den Verein ein, kurz nachdem er damals von Rüti mit einem Abstecher über Schaffhausen schliesslich nach Pfäffikon zog.
Als klar wurde, dass Susi Huber das Präsidium nach 25 Jahren abgeben wird, habe ihn die Aufgabe zwar gereizt. «Da ich mitten im Waldwissenschaften-Studium bin, wusste ich jedoch nicht, ob ich den Zeitaufwand aufbringen kann», sagt Walder. Er selber habe sich darum bei der Suche nach einer passenden Person eingesetzt. «Als klar wurde, dass niemand wirklich Interesse am Präsidium zeigt, habe ich mir die Sache noch einmal überlegt.»
«Alles was fliegt, fasziniert mich»
29.05.2019

Pfäffiker Vereinspräsidentin tritt ab
Susi Huber hat den Pfäffiker Natur- und Vogelschutzverein 25 Jahre als Präsidentin geprägt. Beitrag in Merkliste speichern Als Notlösung will er sein Engagement aber nicht bezeichnen. «Ich war schon vor einem Jahr nicht abgeneigt», hält er fest. «Jetzt plane ich langfristig und will mich nicht schon bald wieder zurückziehen müssen.» Mittlerweile sei er in seinem Studium auf der Zielgeraden, im Sommer wird er es abschliessen. «Nun hoffe ich natürlich, dann eine Arbeit als Forstingenieur FH in der Region oder zumindest im Kanton zu finden.»
«Der Mensch glaubt, die Natur zu verstehen, aber sie belehrt uns immer wieder.»
Manuel Walder, Präsident NVV Pfäffikon
Die Natur fasziniere ihn schon seit er denken kann. «Bereits als Kind habe ich überall Käfer gesammelt», erzählt Manuel Walder. Mit der Lehre zum Forstwart und der Bewirtschaftung der Wälder habe er einen neuen Zugang zur Natur erhalten. «Der Mensch glaubt oft, die Natur zu verstehen, aber sie belehrt uns immer wieder des Besseren. Wir können und müssen noch viel lernen.» Seine Faszination will er, wo immer möglich, weitervermitteln. «Mein Alter sehe ich darum als Chance, um auch andere Junge vom Beitritt zum Verein zu überzeugen und für die Natur zu begeistern», sagt Walder.
Die Fussstapfen seiner Vorgängerin zu füllen, mache ihn derweil schon nervös: «Susi Huber hat mir bereits während fünf Stunden eine Kurzeinführung gegeben», sagt Walder und lacht. «Ich habe noch viel dazuzulernen, aber ich werde in die Aufgaben sicher reinwachsen.» Gerade in Sachen Teamführung und Teamarbeit könne er sicher auch für seinen beruflichen Werdegang viel lernen.
Grundsätzlich sieht er den Natur- und Vogelschutzverein als wichtige Plattform zur Vernetzung. Als Präsident ist er an der Generalversammlung anfangs März für zwei Jahre gewählt worden. «In dieser Zeit werde ich mich dafür einsetzen, mit meiner ‹Naturschutz-Familie› möglichst viel zu erreichen und attraktive Angebote ausarbeiten, welche die Generationen verbinden.»
Weitere Informationen zum NVV Pfäffikon online unter pfaeffikon.birdlife.ch oder via E-Mail nvvpfaeffikon@gmail.com.
