Passend zum Thema Jugendarbeit war an der Hittnauer Gemeindeversammlung am Montagabend eine Sekundarklasse auf der Empore zu Gast. Eigentlich wäre im Rahmen des Freifaches «Schweiz» ein Besuch im Bundeshaus geplant gewesen. Dieser musste wegen des Coronavirus abgesagt werden. «Dafür können Sie nun Dorfpolitik hautnah erleben», sagte Gesellschaftsvorsteherin Claudia Schnyder (parteilos), als sie das neue Rahmenkonzept für die Jugendarbeit der Versammlung vorstellte.
Ein solches zu erstellen habe sich aufgedrängt, nachdem die Kosten in diesem Bereich jedes Jahr weiter anstiegen und eine Pensumerhöhung der Jugendarbeiter unumgänglich wurde. «Nicht nur wegen der wachsenden Bevölkerung, auch aufgrund der Professionalisierung und Angebotserweiterung steigen die Kosten für die Jugendarbeit», führte Schnyder weiter aus.
Runder Tisch geplant
Es ist denn auch primär die Aufstockung von 50 auf 120 Stellenprozente, die den grössten Teil der jährlich wiederkehrenden Kosten von 150‘000 Franken ausmache. Diese Leistung soll auch weiterhin von einem Drittanbieter übernommen werden. «Ein- bis zweimal jährlich wird es darum einen runden Tisch geben, an dem sich die Vertreter von Schule, Elternrat, Gemeinderat, Suchtprävention und vielen mehr über alle Aspekte im Bereich Jugend austauschen können», sagte Schnyder.
Im Anschluss sagten die 70 Hittnauerinnen und Hittnauer einstimmig Ja zum neuen Rahmenkonzept und zum Kredit ab dem Jahr 2021.

