Ein klares Fusions-Ja von allen Trägergemeinden
Sagt eine Gemeinde Nein, war alles für nichts. Die Fusion der Spitäler Wetzikon und Uster kommt nur zustande, wenn sämtliche Trägergemeinden und -städte dem Projekt an der Urne zustimmen. Eine noch so kleine Gemeinde, die ausschert, würde die Fusion scheitern lassen.
Umso wichtiger ist den Planern deshalb die Haltung der Exekutiven oder Parlamente «ihrer» Gemeinden. Sie dürften ein Signal in Richtung Urnenabstimmung vom 17. Mai senden – und die Stimmung der Bevölkerung massgeblich beeinflussen. Nun ist klar: Das von den beiden fusionswilligen Spitälern erhoffte Signal wird tatsächlich ausgesandt.
19 Mal Gemeinderat, 3 Mal Parlament
In einer gemeinsamen Medienmitteilung verkünden die Spitäler eine «einhellige Zustimmung der Gemeindeexekutiven und Parlamente zur Fusionsabsicht». Diese nehme man erfreut zur Kenntnis und werte sie «als Vertrauensbeweis».
Die Fusionsgrundlagen seien in allen Gemeinden sorgfältig studiert und diskutiert worden. Die zehn Zweckverbandsgemeinden des Spitals Uster und zwölf Aktionärsgemeinden des Spitals Wetzikon hätten ihre Abstimmungsempfehlungen gemacht – also 19 Mal in Form einer Stellungnahme des Gemeinderats und dreimal des Parlaments.
Die jeweiligen Organe der Zweckverbandgemeinden des Spitals Uster empfählen auch die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, was nur zum Tragen käme, sollte die Fusion abgelehnt werden. Beim Spital Wetzikon stellt sich diese Frage nicht, weil es schon eine AG ist.
Nun steht nur noch ein letzter Schritt an, um die Fusion wahr werden zu lassen: Die Urnenabstimmung vom 17. Mai. Die Verantwortlichen der Spitäler hoffen laut Mitteilung, dass die Stimmbürger den zustimmenden Anträgen ihrer Gemeindeorgane folgten.
Wetziker Ärzteverein befürwortet Fusion
Der Wetziker Ärzteverein teilt mit, dass er die Fusion der Spitäler auch unterstütze. Ihm sei wichtig, dass insbesondere die regionale Versorgung von Patienten langfristig sichergestellt werde. Der gesundheitspolitische Druck lasse die regionalen Bedürfnisse teils verblassen. Mit der neuen Spitalliste 2023 könnten bei einem Alleingang bestehende Leistungsaufträge verloren gehen. Ein neues Unternehmen könnte indes die kantonale Gesundheitspolitik «selbstbewusst mitgestalten».
Kritisch sieht der Ärzteverein indes, dass das medizinische Modell zum jetzigen Zeitpunkt noch zu vage formuliert und unklar sei, welche Leistungen wo angeboten würden. Man gehe aber davon aus, dass dieses Thema zeitnah geklärt werden könne. (kö)

