Wie soll man einen Baurechtsvertrag aufgleisen, wenn man gar nicht weiss, was auf dem Grundstück überhaupt machbar ist? Dieser Problematik will der Hittnauer Gemeinderat mit einer Anpassung im Zeitplan für den Bau der Alterswohnungen im Luppmenpark entgegentreten. Er plant, das Grundstück im Baurecht der Genossenschaft Alterswohnen Luppmenpark (GAL) abzugeben.
«Bisher war beabsichtigt, zunächst die Landübertragung an die GAL abzuwickeln und erst anschliessend den Projektwettbewerb durchzuführen», sagte Bauvorstand Carlo Hächler (FDP) am Montagabend an der Informationsveranstaltung im Hittnauer Kirchgemeindehaus. Neu ist beabsichtigt, den Projektwettbewerb vorzuziehen, um «keine Zeit zu verlieren».
Entschädigung für Planerteams
Die Ausarbeitung eines Projektwettbewerbs ist Bestandteil des Gestaltungsplans Luppmenpark, den die Gemeindeversammlung im letzten September genehmigt hatte. «Damit ist die Frage nicht ob, sondern wann wir diesen Wettbewerb veranstalten», sagte Hächler. Der dafür nötige Projektierungskredit, über den die Hittnauer Gemeindeversammlung am nächsten Montag entscheidet, ist auf 245‘000 Franken angesetzt. Die Kosten werden durch den Emil-Spörri-Fonds gedeckt, der – ohne Rechnungsabschluss 2019 – einen Saldo von rund 520‘000 Franken aufweist.
Das Projekt werde öffentlich ausgeschrieben, eine Jury wähle aus den eingegangenen Bewerbungen vier bis sechs Planerteams aus, die dann konkrete Projektvorschläge ausarbeiten. «Indem wir die Planerteams für ihre Arbeit entschädigen, erhoffen wir uns eine rege Teilnahme am Wettbewerb», sagte Gemeindepräsident Christoph Hitz (parteilos).

