Tenniscrack Roger Federer überbaut derzeit sein Grundstück in der Kempratner Bucht, die Arbeiten schreiten voran. Allerdings hat sich dabei gezeigt, dass das Grundstück mit Ziegel- und Mauerabfällen kontaminiert sei. Für diese Sanierung reichte Federer ein weiteres Gesuch bei der Stadt ein – dagegen ging eine Einsprache ein. Der Verein Rives Publiques hatte diese eingereicht, Mitunterzeichnerin ist die alt Kantonsrätin der Grünen, Silvia Kündig aus Rapperswil-Jona. Diese Einsprache wird zurückgezogen, wie auf Anfrage bestätigt wird.
Unterlagen lückenhaft
Das ist aber nicht per se eine gute Nachricht für Tenniscrack Federer. Denn der Rückzug erfolgt, weil die Gewässerschutzorganisation Aqua Viva ebenfalls eine Einsprache einreichte. Das hatte sie bereits nach Bekanntwerden der Pläne in Betracht gezogen und ein Gesuch um Fristverlängerung eingereicht.
Grund für die Einsprache ist gemäss Geschäftsführer Hanspeter Steinmetz, dass die Gesuchsunterlagen für die Altlastensanierung sehr lückenhaft waren. «Im Gewässer und Uferbereich kann eine Altlastensanierung eine gewisse Gefährdung darstellen.» Mit der Einsprache wolle man den Schutz des Gewässers und des Uferbereichs sicherstellen. Werde die Einsprache gutgeheissen, werden die Behörden gewisse Auflagen machen. Falls die Gesuchsunterlagen ergänzt würden, wäre eine genauere Beurteilung der Altlastensanierung möglich, so Steinmetz.
Die Vereinigung Aqua Viva ist nach eigenen Angaben die Nummer 1 in der Schweiz für Umweltbildung am Wasser – und sie hat das Verbandsbeschwerderecht, was der Einsprache mehr Gewicht verleiht.

