Die Schlagzeilen in jüngster Zeit in den Medien lassen aufhorchen. Die Crypto-Affäre zeigt einmal mehr den Filz und die Mauscheleien bis in die obersten Instanzen in der Schweiz auf. Lug, Trug und Manipulation haben schon längst skrupellos in Politik, Wirtschaft und leider auch in die Justiz Einzug gehalten.
Es herrscht die stetige Weigerung, Missstände ahnden zu wollen, die Wahrheitsfindung zu fördern und unsere Gesetze anzuwenden. Die Lobbyisten mit ihren verschiedenen Interessen versuchen manchmal noch halbherzig und scheinheilig, eine ehrbare Absicht vorzutäuschen, die dem Allgemeinwohl dienen soll, um die Absicht nach Macht und Bereicherung zu vertuschen. Unbeliebt machen sich jene, die hinsehen, hinterfragen oder gar aufdecken.
«Er verlor seine ganze Existenz.»
Diese Mentalität ist längst bewusst geschaffen worden, so dass sich «Wahrheitssucher» gewiss sein können, Haus, Hof, Arbeit und Familie zu verlieren. So zum Beispiel Christoph Meili, der 1997 die vermeintliche Vernichtung von alten Bankbelegen über nachrichtenlose Vermögen von Holocaust-Opfern bei der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG) publik machte, eine Abfindung erhielt und seine Familie und sein gesamtes Umfeld verlor. Oder im Fall Adam Quadroni, der das Bündner Baukartell auf die Hörner nahm und damit beim Kanton auf taube Ohren stiess. Die Polizei erklärte ihn für gefährlich und er wurde dramatisch verhaftet. Und verlor seine ganze Existenz.
Auch bei der aktuellen Crypto-Affäre, so scheint es, wurde auf Bundesebene systematisch verhindert, dass die Wahrheit der manipulierten Chiffriergeräte lange Zeit nicht an die Öffentlichkeit kam. Dazu kommen die Ignoranz und die Verweigerung der Staatsanwälte.

