Bis zu zehnmal pro Woche muss der Ustermer Schädlingsbekämpfer Urs Aeberhard derzeit im Oberland wegen Mäusen ausrücken. Damit sei er öfter unterwegs als in Vorjahren, sagt Aeberhard, der schon seit 30 Jahren gegen Nager und Insekten vorgeht. Wegen des milden Winters finden die Mäuse dieses Jahr problemlos Nahrung und vermehren sich rasant. Die Tiere fallen somit nicht wie sonst bei Frost und Futterknappheit üblich in einen Erstarrungszustand.
Aeberhard rückt den Mäusen mit Schlag- und Köderfallen zu Leibe. Oft ist er in Privathaushalten in Uster, Rüti oder Wetzikon zu Gange. Wo genau, verschweigt er. «Bei der Schädlingsbekämpfung ist Diskretion ein hohes Gebot. Niemand hat gerne Mäuse im Haus», sagt Aeberhard.
Der Hausmaus reiche oft ein Schlupfloch von einem Zentimeter um sich Zugang zu einem Gebäude zu verschaffen. «Die Tiere sind zudem hervorragende Kletterer und kommen so zwischen Fassade und Isolation in höhere Stockwerke.» So habe er auch schon Mäuse im zehnten Stock zu Leibe rücken müssen.
In den Fängen der Katze
Hin und wieder muss Aeberhard auch Mäuse suchen, die als Spielzeug von Katzen herhalten mussten, sich verletzt zurückziehen und dort verenden. «Der Gestank bei der Verwesung ist oft sehr störend und kann bis zu zwei Wochen anhalten.» Wenn sich die Maus hinter die Küchenkombination zurückzieht, könne er das tote Tier nicht mehr bergen, da müsse der Küchenbauer ran, um die Tierleiche zu bergen.

