«Der Maskenball wird von uns organisiert, weil er Tradition hat », sagt Jacqueline Meier, Präsidentin der Guggenmusik Turtalia. «U nd um das Fasnachtstreiben im Tösstal aufrecht zu erhalten. Vor allem der Kinderumzug ist für uns eine Herzensangelegenheit.» Letzten Samstag war der jährliche Maskenball der Guggenmusik Turtalia gut besucht. Sogar besser als im Vorjahr, verrät Vizepräsidentin Sandra Trutmann.
Zufrieden ist auch die Präsidentin: «Der Freitag hätte besser sein können. Am Samstag sind wir zufrieden, wobei es immer mehr Gäste sein dürfen.» Der Saal ist gut gefüllt – aber nicht übervoll, die Atmosphäre ist entspannt und die Gäste geniessen den Abend. Durch die Auftritte verschiedener Guggenmusiken und die musikalische Gestaltung durch die DJ Crew ist der Abend kurzweilig.
Rückkehr der Neonfarben
Neonkleidung, Vokuhila-Perrücken, Jogginganzug und Bauchtasche, Pantoffel, Pyjamas und Kittelschürzen - erstaunlich viele Gäste nahmen das Motto beim Wort und sorgten für die Wiederkehr einiger besonders modischer Schrecklichkeiten. Die Frage an einzelne Gäste, warum man sich zur Fasnacht verkleidet, wurde mit der Aussage: «Weil es Spass macht und man auch mal ‹öppert› sein kann, der man sonst nicht ist», recht eindeutig beantwortet.
Ebenso schnell wurde abgehandelt, ob man denn immer verkleidet an die Fasnacht gehe. «Ja, süscht mun ich ja nid ad Fasnacht.» Natürlich gab es unter den Besuchern auch die üblichen Kostüme wie Cinderella, Robin Hood, Engelchen und Teufelchen, allerdings in erstaunlich geringer Zahl, noch seltener waren unmaskierte an diesem Abend. Und zum «schlechten Geschmack» hatten offenbar die meisten Besucher ihre Vorstellung.

