Die Unterhaltungen des Männerchors Neubrunn sind legendär. Da erstaunt es auch nicht, dass die Traberhalle im thurgauischen Bichelsee am Wochenende dreimal gefüllt war. Die lokalen Turnvereine halfen am Freitag- und Samstagabend im Service, am Sonntagnachmittag arrangierten sich die Sänger mithilfe ihrer Frauen selber. Im gut einstündigen Konzert spann der Chor unter der Leitung des Dirigenten Daniel Stamm einen grossen Liederbogen.
«Denn nach einem strengen Winter mit viel Schnee soll nun die Sonne scheinen.»
Daniel Stamm, Dirigenten Männerchor Neubrunn
Frühlingsboten seien angesagt, meinte der Chorleiter eingangs launig: «Denn nach einem strengen Winter mit viel Schnee soll nun die Sonne scheinen.» Damit war im Publikum das Eis gebrochen und es genoss mit der «Morgenwanderung» den beschwingten Start ins Programm. Darin versteckt war der Rat, die Seele etwas «bambälä» zu lassen, sehr schön untermalt durch den Jodelbeitrag eines Sängers. Weiter setzte sich der Oldie «Heisser Sand» aus dem Jahre 1962 in die Ohren. Der Chor sang sich zudem stilsicher durch die mittels Losziehung erfüllten und nicht vorprogrammierten Publikumswünsche.
Ein Stück für sechs SchauspielerInnen
Bevor Manfred Bürgisser sowohl am Freitag- wie auch Samstagabend zum Tanz aufspielte, ergötzte die Theatergruppe mit dem Stück « … und dann kam Dolly» das Publikum. Merkwürdige Verirrungen sorgten unter der Regie von Hanni Büchi für ein lustiges Theaterspiel. Christoph Schenk (Requisiten), Raymonde Büchi (Souffleuse) und zwei Maskenbildnerinnen waren dabei unentbehrlich.

