Zweifellos besteht zwischen den offenkundigen Sprachdefiziten vieler Vorschulkinder und dem PISA-Debakel bei den Schulabgängern im Deutsch ein Zusammenhang. Dennoch wäre es verfehlt, den Hebel nur bei der Frühförderung anzusetzen, wie dies allgemein gefordert wird.
Lesen und Schreiben zu lehren ist ein Grundauftrag der Volksschule. Was so banal tönt, ist letztlich ein komplexer Lernprozess, der systematisch und fächerübergreifend gefördert werden muss.
Sprachbildung durch Erzählen und anschauliches Erklären
Kinder haben Hunger nach Geschichten, bei denen sie in eine andere Welt eintauchen und sich mit Erzählfiguren identifizieren können. Dabei spielt die Lehrerin eine zentrale Rolle. Kinder lesen im Gesicht und in der Gestik der Erzählerin, was sich in der Geschichte abspielt.
Wortwahl und Tonfall der Sprache verstärken das Emotionale, aber auch die Logik des Handlungsablaufs muss für die Kinder einsichtig sein. Lebendige Erzählungen sind enorm sprachfördernd und Bausteine eines guten Sprachunterrichts.

