Sie möchten eine Fusion zwischen Rüti, Dürnten und Bubikon prüfen lassen. Weshalb?
Erich Birrer: Wenn man sich in der Bekanntschaft umhört, und auf unsere politischen Strukturen zu sprechen kommt, dann sind die Themen Kleinräumigkeit und Fusion immer latent vorhanden. Die Leute sagen: Man geht nach Hinwil oder Rüti zum Einkaufen, aber auf die Gemeinde muss man in Dürnten.
Es gibt also gar keinen akuten Problemdruck?
Karin Mäder: Das ist das Spezielle an dieser Initiative. Wenn man sich im Kanton Zürich umschaut, dann sind es meistens kleine Gemeinden, die unter finanziellem Druck fusionieren. Wir wollen die Diskussion früher in die Öffentlichkeit bringen. Wir wissen, dass sie beim Kanton und unter Gemeindepräsidenten bereits stattfindet – auch in den Gemeindebehörden.
Der Bubiker Gemeinderat diskutiert derzeit über eine Fusion?
Hansruedi Siegrist: Momentan vermutlich nicht, aber uns schwebt ein Zeitraum von sechs bis zehn Jahren vor. Es ist besser, wenn wir nicht aus einer Not heraus reagieren müssen, sondern vorher darüber diskutieren. Deshalb wollen wir ja erst einmal einen Prüfungsbericht und noch keine Entscheidung.
Wieso gerade diese drei Gemeinden?
Birrer: Wir sind untereinander bereits stark verknüpft. Zwischen Tann und Rüti kann man kaum mehr unterscheiden. Es gibt eine Kläranlage Bubikon-Dürnten, Rüti und Dürnten teilen sich eine Bibliothek und eine Kulturorganisation, und die Gemeindewerke Rüti versorgen einen grossen Teil von Tann und Dürnten.

