Steinböcke, ein Luchs, zwei Löwen, mehrere Hasen, ein Eisbär und ein Pferd: Im Dachstock von Familie Furrer haben die verschiedensten Tiere ein Zuhause gefunden. Viel Aufwand machen sie der Familie jedoch nicht: Alle sind aus Holz geschnitzt, von Edi Furrer selber. «So drücke ich meine Liebe zum Holz aus. Ich gestalte etwas daraus.»
Diese Liebe trage er schon sein Leben lang in sich. «Hätte ich den Bauernhof von meinem Vater nicht übernommen, wäre ich Schreiner geworden. Eine dritte Option gab es nicht», sagt der 70-Jährige, der schon sein Leben lang im Russiker Weiler Gündisau zu Hause ist.
Trotz seiner Berufswahl hat er die Arbeit mit Holz nie aufgegeben. 2006 machte er einen Kurs, um das kreative Motorsägen zu erlernen. «Nicht wie andere Teilnehmer machte ich auch nach dem Kurs damit weiter», sagt er mit einem Lachen.
Wenn immer es zeitlich möglich war, habe er geschnitzt und gesägt. Vor sechs Jahren hat dann sein Sohn in sechster Generation den Hof übernommen. «Seither bin ich pensioniert und habe mehr Zeit, mich den Schnitzereien zu widmen. Eine solche Figur braucht gut und gerne bis zu 100 Stunden Arbeit.»

