Für die Zürcher Kantonalbank (ZKB) läuft es gut. Sie hat letztes Jahr den zweithöchsten Gewinn in der Geschichte des Konzerns erzielt. Für kleinere Gemeinden ist dies dennoch keine positive Nachricht. Sie leide unter einer « weiterhin markant abnehmenden Nachfrage nach einfachen Schalterdienstleistungen » teilt die Bank mit.
Die Konsequenz: Per 2021 gehen im Kanton fünf Bankschalter zu; im Zürcher Oberland sind Bubikon, Gossau und Fällanden betroffen. Den drei Gemeinden bleibt nur ein Bankomat der ZKB erhalten.
Bedauerlicher Bedeutungsverlust
Erstaunen löst die Nachricht in den Gemeinden nicht aus. Dass die ZKB ihr Filialnetz verschlanke, habe die Bank immer wieder kommuniziert, sagt der Gossauer Gemeindeschreiber, Thomas-Peter Binder. Die reduzierten Schalterzeiten seien bereits ein erstes Indiz gewesen.
Die Kundenbedürfnisse hätten sich aufgrund des technologischen Fortschritts verändert. « Heute kann man jederzeit und von überall auf sein Konto zugreifen. Wir alle profitieren von diesen Entwicklungen. » Dass der Schalterdienst dadurch an Bedeutung verliere, liege auf der Hand, sei aber dennoch bedauerlich. « Denn gerade die ZKB hat in Gossau einen wichtigen Stellenwert, gehört quasi zum Ortsbild – die Schliessung der Filiale wird eine Lücke hinterlassen. »

