In der Nacht auf heute Mittwoch sind wegen einer technischen Störung bei Swisscom zahlreiche Notrufnummern ausgefallen. Unter anderem waren die Kantonspolizei Zürich, die Rega und die Alarmnummern von Schutz und Rettung gegen Mitternacht nur vom Handy aus erreichbar.
Auch die Kommunikation zu anderen Polizei- und Sanitätsstellen in der Schweiz war eingeschränkt. Nach rund anderthalb Stunden funktionierten die Notrufnummern vielerorts wieder, wie die zahlreiche Polizeidienststellen am Morgen auf Twitter mitteilten.
Handynummern auf Twitter geteilt
Bei Schutz und Rettung Zürich habe man daraufhin Sofortmassnahmen eingeleitet, teilt Mediensprecherin Eliane Schlegel auf Anfrage mit. Auf Social Media wurden zwei Handynummern publiziert, über welche die Bevölkerung Feuerwehr- und Sanitätsnotrufe absetzen konnte. Zudem habe die Einsatzleitzentrale die Orts- und Stützpunktfeuerwehren im ganzen Kanton Zürich aufgeboten, um die Feuerwehrdepots zu besetzen. «Intern hat die Kommunikation jederzeit funktioniert. Pager und Funkgeräte waren von der Störung nicht betroffen», sagt Schlegel.
In einem Youtube-Video klärt Theo Flacher, Bereichsleiter Einsatz und Prävention, die wichtigsten Fragen. Personen, die etwa keinen Zugang zu Social Media haben, empfiehlt er, sich bei einem Notfall an Nachbarn, Bekannte oder Freunde zu wenden. Auf einen anderen Provider umstellen könne Schutz und Rettung nicht. «Der Grundversorgungsauftrag für den Betrieb der Notfallnummern liegt bei Swisscom. Sie haben den Leistungsauftrag und müssen gemäss dem Fernleistungsgesetz das sicherstellen.» Während des Störungszeitraums hätten 40 Notrufe nicht durchgestellt werden können.

