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Drei Varianten für Gemeindehaus-Konstruktion

Während das Baugesuch für das neue Hittnauer Gemeindehaus öffentlich aufliegt, widmet sich das Planerteam den Detailfragen. Stimmen aus der Bevölkerung wünschen sich die Verwendung von Holz – nicht zuletzt eine Frage des Preises.

Noch nicht geklärt ist der zukünftige Standort der Abfallsammelstelle. , Heute ist die Sammelstelle zwischen Gemeindehaus und Werkhof eingerichtet.

Archivbild: Seraina Boner

Drei Varianten für Gemeindehaus-Konstruktion

Seit letztem Sommer halten die Bauvisiere auf und neben dem Hittnauer Werkhof Regen und Sturm Stand. Doch was damals noch als reine Vorstellungsstütze für die Dimension des neuen Gemeindehauses diente, konnte nun seine eigentliche Aufgabe erfüllen. Denn das Baugesuch für die Aufstockung des Werkhofes lag die letzten Wochen öffentlich im Gemeindehaus auf.

Am 1. September sagte das Hittnauer Stimmvolk mit über 80 Prozent Ja zum Baukredit in der Höhe von 4,33 Millionen Franken für den Erweiterungsbau. Ende 2019 reichte die Baukommission das Baugesuch ein. 

Ein Drittel mehr Platz

«Die wesentlichen Pläne waren bereits für die Abstimmung genügend detailliert aufbereitet worden, sodass keine grösseren Änderungen mehr nötig waren», sagt Bauvorstand Carlo Hächler (FDP). Mit der Aufstockung des Werkhofs stehen der Gemeinde nach Abschluss der Bauarbeiten 1215 statt heute 900 Quadratmeter zur Verfügung.

«Früher war die Entsorgungsstelle ein kleiner Treffpunkt, heute will sie niemand in der Nähe haben.»

Carlo Hächler (FDP), Hochbauvorstand

Nun sei man an der Detailplanung. «Dabei geht es unter anderem um die Raumaufteilung – wer erhält sein Büro wo, wie halten wir die Kommunikationswege möglichst kurz, welche Bereiche sind öffentlich?», sagt Hächler. Dazu sollen die Veloabstellplätze für die Gemeindemitarbeiter verschoben werden.

Noch immer offen ist die Frage, wo die Abfallsammelstelle zu liegen kommen soll. «Früher war die Entsorgungsstelle ein kleiner Treffpunkt, heute will sie niemand in der Nähe haben», so der Bauvorstand.

In drei Monaten genauere Informationen

Ein weiterer Schwerpunkt der Kommissionsarbeit sei der Vergleich der ursprünglich vorgesehenen Stahlkonstruktion und eines Holzbaus. «Die Verwendung von Holz haben an den Informationsveranstaltungen im Sommer mehrere Hittnauer angeregt», so Hächler. Zu klären seien dabei Fragen zu Brand- und Schallschutz, Wärmekapazität, Volumen. «Und nicht zuletzt die Frage des Preises», fügt Hächler hinzu.

 

Das Planerteam habe darauf acht Varianten skizziert, von denen man nun drei genauer untersuche. Sämtliche Details zu den Varianten sowie das Material- und Farbkonzept werden in den nächsten drei Monaten erarbeitet. Kann der Zeitplan weiterhin eingehalten, beginnen bereits im Oktober die Bauarbeiten und die Räume wären Ende 2021 bezugsbereit.

Das Projekt liegt noch bis Donnerstag, 13. Februar, öffentlich auf. Carlo Hächler ist guter Dinge, dass keine Einsprachen eingereicht werden: «Wir sind schon früh und mehrmals mit den Nachbarn zusammengesessen, um Themen wie Schattenwurf zu diskutieren und ihre Anliegen anzuhören.» Das Ziel, die Gesamtkosten für den Neubau unter vier Millionen Franken halten zu können, gelte nach wie vor.

Bereits 2011 hatte sich der Gemeinderat für einen Neubau der Gemeindeverwaltung stark gemacht, 2014 wurde der Kredit für den Neubau am Standort des alten Sekundarschulhauses abgelehnt. 2016 wurde mit dem Projekt «Gemeindehaus 2.0» ein Neuanfang initiiert. In öffentlichen Mitwirkungsveranstaltungen wurden vier Varianten zur Deckung des Platzbedarfs der Verwaltung vorgestellt, worauf die Variante «Aufstockung des Werkhofs» von einer klaren Mehrheit als Favorit ernannt wurde. An der Gemeindeversammlung vom September 2017 bewilligte der Souverän den Projektierungskredit über 150’000 Franken für die Planung der Aufstockung, im September 2019 folgte das Ja zum Baukredit von 4,33 Millionen Franken und zu 98‘000 Franken für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.

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