Die Aufmerksamkeit von Peter Grob war geweckt, als das Kammerorchester Uster Ende 2018 einen neuen Dirigenten suchte. Die Kombination aus dem Orchester und der Stadt Uster habe ihn interessiert, erklärt er. Er bewarb sich und bekam die Zusage. Danach startete die Einarbeitungsphase.
Sie bestand darin, dass sich Dirigent und Musiker kennen lernten und sich gegenseitig aufeinander einliessen. «Ich wollte meinen eigenen Stil einbringen und den Musikern eine andere Wahrheit zeigen als die, die sie von früher kannten», sagt er.
«Die Musik erarbeiten wir gemeinsam»
Er gehöre nicht zu den Dirigenten, die sich vor ein Orchester stellen und den Ton angeben würden. Das empfinde er nicht als befriedigend. «Mein Dirigieren ist nicht das Wichtigste», betont er. «Die Musik erarbeiten wir gemeinsam.»
Damit das funktioniert, setzt Peter Grob in den Proben auf Interaktion. Er verlangt von den Musikern, sich zu beteiligen und ihre Ideen einzubringen. «Sie sollen merken, dass sie etwas versuchen dürfen und die Probe als Ort der Kreativität nutzen können.» Damit will der Dirigent das Kammerorchester nicht nur klanglich weiterbringen, sondern die Musiker auch vor dem «grössten Fehler, den man machen kann», bewahren.

