Seine Erfahrungen waren schlecht. Die meisten Projekte, die der junge Mann angepackt hatte, misslangen. Er wollte ein Gestell zimmern – mit zwei linken Händen wurde es schief. Er wollte seine kleinen Ersparnisse gewinnbringend anlegen – finanziell war er eine Niete. «Dank» solchen Pleiten mutierte er zum Pessimisten.
«Self-fulfilling prophecy» – das wenigstens klappte hervorragend: Alles ging in die Hose. Als er eine hübsche Frau kennenlernte und sich verliebte, wagte er es nicht, sie anzusprechen. Er hatte Angst vor dem sicheren Korb. Doch – oh Wunder – sie verliebte sich auch in ihn. Da sie eine unverbesserliche Optimistin war, offenbarte sich ihm.
Seither sind sie ein Paar. Eine ideale Kombination, Pessimismus versus Optimismus. Im Laufe der Zeit gelang es ihr, ihn zu überzeugen, dass er an das Gelingen glauben solle. Er hatte zwar noch immer zwei linke Hände, nach wie vor keine Ahnung von Finanzen. Doch seine neue «self-fulfilling prophecy» hiess nun: «Ich kann!» Und weil es die Verliebtheit war, die ihn so weit gebracht hatte, verliebte er sich in die Überzeugung: «Mir gelingt alles.» (Guy A. Lang)

