Daphne kommt aus Mexiko. Die 16-Jährige lebt seit sechs Monaten in der Schweiz. Fast so lange lernt sie Deutsch. Aber nicht im normalen Schulunterricht. Denn die Schule hat sie bereits in ihrer alten Heimat abgeschlossen. Die Jugendliche ist in einem Alter, in dem der Einstieg in eine berufliche Ausbildung anstehen würde. Eine grosse Herausforderung für jemanden, der weder Land noch Sprache kennt, geschweige denn über ein hilfreiches Netzwerk zur hiesigen Arbeitswelt verfügt.
Mit dem Vorkurs «Deutsch und Praxis» will die Stiftung WBK Dübendorf Abhilfe schaffen. Diesen konzipierte eine Projektgruppe aus Fachpersonen 2017 als Reaktion auf den kantonalen Entscheid, die Dauer der Berufswahlschule von zwei Jahren auf eines zu kürzen. Involviert waren auch die Integrationsbeauftragten der Gemeinden Dübendorf, Opfikon, Bülach, Wallisellen und Rümlang.
Eine wichtige Verbindung zur Arbeitswelt
Der Vorkurs basiert auf vier Standbeinen: dem schulischen Unterricht, regelmässigen Coachings, individuell betreuter Selbstlernzeit und dem Arbeitseinsatz in einem Praxisbetrieb an zwei Halbtagen pro Woche. Dieser Anwendungsteil mache das Angebot gemäss Projektleiterin Christine Schlittler einmalig. «Die Zeit im Betrieb ist wertvoll und nachhaltig. Er stellt die erste wichtige Verbindung zur Arbeitswelt dar», sagt sie.
«Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen.»
Christine Schlittler, Projektleiterin Vorkurs «Deutsch und Praxis»

