Sekundarschüler bald alle unter einem Dach
Bis ins Jahr 2033 rechnet die Gemeinde Pfäffikon mit einem markanten Anstieg der Schülerzahlen. Schon lange ist klar: Damit kommt die Schulinfrastruktur an ihre Grenzen. Deshalb werden im Rahmen der Schulraumstrategie seit Jahren schrittweise die Pfäffiker Schulhäuser saniert und ausgebaut.
Diese Strategie haben Gemeinderat und Schulpflege von einer externen Firma überprüfen und überarbeiten lassen. Das Ergebnis ist ein neues Grossprojekt in Form einer Nutzungsrochade: So wird die gesamte Sekundarschule im Oberstufenzentrum Pfaffberg zusammengefasst, während die heutigen Sekundarschulgebäude Mettlen zum Primarschulzentrum Mettlen hinzugefügt werden.
Einzig die nächsten fünf Jahre planbar
«Das Gebiet rund um die Schulanlage Mettlen ist baulich das boomendste Quartier in der Gemeinde», sagt Schulpräsident Hanspeter Hugentobler (EVP). «Darum macht es in Bezug auf möglichst kurze Schulwege am meisten Sinn, das Primarschulzentrum dort zu realisieren.» Den Sekundarschülern mute man grundsätzlich einen längeren Schulweg zu. «Hätten wir die gesamte Sekundarschule im Mettlen zentralisiert und mehr Primarschüler dem Schulhaus Pfaffberg zugewiesen, hätten am Ende gar mehr Schulbusse eingesetzt werden müssen.»
Man gehe in Pfäffikon von einer Zunahme von heute 60 Klassen auf 80 Klassen im Jahr 2033 aus, sagt Hugentobler. Wobei dies nur ein Mittelwert verschiedener Szenarien sei. «Einzig die nächsten fünf Jahre sind absehbar, da die Kinder, die bis dann eingeschult werden, schon auf der Welt sind.»
Dies gelte auch für das Betreuungsangebot, wofür in den bereits sanierten Schulhäuser Obermatt und Steinacker schon heute Raumreserven bestehen. Durch den Auszug der Oberstufenschüler werde auch im Schulhaus Mettlen genügend Platz frei für Tagesstrukturen, die einen Anstieg der Schülerzahlen auffangen können.
Tag der offenen Tür im Pfäffiker Schulhaus Pfaffberg
30.08.2019

Sanierung abgeschlossen
Ein Jahr nach dem Spatenstich konnte sich die Bevölkerung am Samstag einen Eindruck vom ausgebaut Beitrag in Merkliste speichern Als neues Oberstufenzentrum soll das Schulhaus Pfaffberg einen zusätzlichen Bau erhalten. «Dafür sehen wir einen Projektwettbewerb vor, sagt Gemeindepräsdident Marco Hirzel (SVP), der die Begleitgruppe für die Pfäffiker Schulraumplanung leitet. Der Wettbewerb werde unabhängig von der Entscheidung über den Umzug der temporären Schulanlage lanciert. «Denn auch wenn der temporäre Schulraum nicht verschoben würde, bräuchten wir durch die Rochade zusätzlichen Schulraum im Pfaffberg», sagt er.
Über die genauen Vorgaben zum Projekt und welche Rahmenbedingungen die Ausschreibung zum Wettbewerb enthalte, könne er momentan keine Angaben machen. «Auch beim Kostenrahmen gibt es noch keine Zahlen, die kommuniziert werden können.» Er rechnet jedoch damit, dass die Pfäffiker Bevölkerung Mitte 2021 über den Baukredit abstimmen kann.
«Der Entscheid, die Sekundarschule zu zentralisieren, ist ein Befreiungschlag.»
Marco Hirzel (SVP), Pfäffiker Gemeindepräsident
«Der Entscheid, die Sekundarschule zu zentralisieren, ist ein Befreiungschlag», sagt Hirzel. Die ersten Schulklassen sollen im Sommer 2025 im Neubau einziehen. «Vielleicht auch bereits 2024 oder – im schlechtesten Fall – erst 2026.» In einem weiteren Schritt prüfe man, ob auch die Turnhalle im Pfaffberg nötig sei. «Wir werden die Schulraumplanung zukünftig in einem noch engeren Rhythmus aktualisieren als bisher.»
Bis der neue Bau beim Schulhaus Pfaffberg steht, dauert es also einige Jahre. «Trotzdem wollen wir die Rochade möglichst schnell durchführen», sagt Schulpräsident Hanspeter Hugentobler. Und zwar bereits auf Beginn des Schuljahres 2021/22. Der vorhandene, temporäre Schulraum Sandgrueb soll deshalb zur Überbrückung vom Schulhaus Obermatt zum Pfaffberg gezügelt werden. Der Umzug dürfte rund acht bis zehn Wochen beanspruchen. Die logistischen Details bespreche man laut Marco Hirzel «in Kürze».
Umzug für rund 2 Millionen Franken
«Würde diese Verschiebung nicht vorgenommen, müssten Schüler und Lehrpersonen der Oberstufe für die nächsten Jahre während etwa einem Drittel der Lektionen permanent zwischen Sandgrueb, Mettlen und Pfaffberg hin und her wechseln», sagt Hugentobler. Die dadurch reduzierte Unterrichtszeit hätte einen «Abbau der Schulqualität und zu erheblichen Mehrkosten im Schulbetrieb» zur Folge.
Für die Verschiebung des temporären Schulraums Sandgrueb in die Schulanlage Pfaffberg wird mit Kosten von rund 2 Millionen Franken gerechnet. «In den nächsten Monaten arbeiten wir an den Details der Vorlage, die den Stimmberechtigten frühestens an der Gemeindeversammlung im September unterbreitet wird», sagt Gemeindepräsident Hirzel. Sollten die Umzugskosten höher als 2 Millionen Franken betragen, wäre stattdessen eine Urnenabstimmung nötig.
Im Frühling findet eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung statt, wo die nachgeführte Schulraumplanung und die geplante Verlegung des temporären Schulraums von der Sandgrueb ins Pfaffberg vorgestellt werden.
