Für die 66-jährige Frau war es ein schöner Tag. Sie hatte ihren 80-jährigen Freund zu Besuch, als es läutete. An der Tür stand ein breitschultriger Mann. Er sei EWZ-Mitarbeiter und müsse die Glaskabel prüfen. Nachdem ihn die Frau in die Wohnung gebeten hatte, begann er nicht mit der Arbeit, sondern stülpte sich einen Strumpf übers Gesicht und nahm einen Revolver aus der Werkzeugtasche.
Diesen richtete er gegen die Frau und ihren Besucher und verlangte Geld und Bankkarten. Die Überfallenen gaben zu Tode erschrocken 640 Franken heraus. Und die Frau schrieb ihm den Kartencode auf einen Zettel. Der Rentner hatte noch versucht, sich dem Räuber zu widersetzen. Doch der richtete nur seine Pistole auf den Mann und fragte, ob er sterben wolle.
Weil der herzkranke Rentner zusammengebrochen war, rief seine Freundin den Notfall. Doch als sie den Überfall erwähnte, nahm ihr der Räuber das Telefon ab und verliess mit Geld, Karte und Handy die Wohnung.
Noch brutaleres Regime
Nur gerade zwei Tage später wurde der heute 62-jährige Räuber erneut aktiv. In Effretikon hatte er sich auf Local.ch eine 72-jährige alleinstehende Frau ausgewählt.

