«Ich wett dänn eifach glücklich sii!» Mit diesen Worten macht sich meine knapp vierzehnjährige Tochter auf den Weg in die Berufswelt. Gymiprüfung, Optikerin, Fachfrau Gesundheit, Medizinische Praxisassistentin oder doch Bäckerin? Glücklichsein ist ein hohes Ziel.
Ich sehe, wie sie an der Kreuzung in ihre Zukunft steht und nicht weiss, welchen Weg sie nehmen möchte, nehmen soll - und schlussendlich nehmen kann. Was ist die richtige Entscheidung? Wo soll der Weg hinführen? Was ist, wenn…? Auf welchem Weg liegt wohl das Glück? 1000 Gedanken macht sie sich.
«Eine Wahnsinnsaufgabe für einen Teenager, der sowieso gerade nicht weiss, wo oben und unten ist.»
Ich stehe daneben, kann ihr die Vor-und Nachteile der verschiedenen Wege aufzeigen, ihr zur Seite stehen. Aber entscheiden muss sie sich selber. Vor allem soll sie auf ihr Herz hören. Irgendwie muss ich sie ein Stück weit alleine lassen, damit sie spüren kann, wo ihr Weg hinführen soll. Eine Wahnsinnsaufgabe für einen Teenager, der sowieso gerade nicht weiss, wo oben und unten ist.
Es ist spannend zu beobachten, wie meine Tochter die grosse Welt entdeckt und zu sich selber findet. Ihre Gedanken - mal wirr, mal klar - unterscheiden sich nicht sonderlich von denen, die wir Erwachsenen uns manchmal machen. Oftmals wissen doch auch wir nicht, welchen Weg wir nehmen sollen.

